Neues MRT-Gerät wird jetzt für den Einsatz vorbereitet

Es war Millimeterarbeit, die in dieser Woche im Keller der Radiologischen Praxis am Borromäus Hospital in Leer geleistet wurde: Dort wurde ein neuer MRT, ein Magnet-Resonanz-Tomograph, installiert. Mit Hilfe eines Autokranes wurde das von der Firma Siemens gebaute und fünf Tonnen schwere Gerät vorsichtig in eine vorbereitete Baugrube gehoben und dann per Hand durch die eigens geschaffene Öffnung in der Kellerwand an seinen Platz gezogen. „Wir sind mit dem Umbau genau im Zeitplan“, ist Dirk Gertken von der Radiologischen Praxis zufrieden. In den kommenden Tagen wird das MRT angeschlossen und getestet, bevor es am 14. September offiziell in Betrieb genommen wird.

MRT´s sind in der Radiologischen Praxis schon seit vielen Jahren im Einsatz. Aber die technische Innovation geht ständig weiter. So kann das neue Gerät mit dem Modellnamen ‚Skyra‘ ein doppelt so starkes Magnetfeld erzeugen wie das bisherige ‚Symphony‘, das insgesamt sieben Jahre im Einsatz war. Die doppelte Magnetfeldstärke kann auf zweierlei Art genutzt werden: entweder zur Verkürzung der Untersuchungszeit bei gleicher Bildqualität oder aber für eine größere Detailgenauigkeit. „Wir werden jetzt Dinge sehen können, die vorher nicht sichtbar waren“, freut sich Gertken auf den Einsatz. Das sei beispielsweise bei der Beurteilung von Knorpelschäden an Gelenken immens wichtig.

Für viele Patienten ist aber die wichtigste Nachricht, dass das neue Gerät über eine zehn Zentimeter größere Öffnung verfügt. Dies ist besonders für Menschen mit Platzangst von grosser Bedeutung. Sie nehmen die Weite dankbar zur Kenntnis und lassen sich aufgrund des offenen Raumgefühles häufig auch ohne medikamentöse Vorbereitung untersuchen. „Wir werden die Platzangst zusätzlich mit einem neuen Lichtkonzept im Untersuchungsraum bekämpfen“, so Gertken. „Das wird für viele eine angenehme Überraschung, wenn wir den Raum in ein Meeresblau tauchen oder mit Sonnengelb durchfluten“, ist er sicher.

Seit Anfang August laufen im Borro die Umbauarbeiten zur Vorbereitung auf ‚Skyra‘. Das MRT steht in einem besonders abgeschirmten Raum, der dafür mit Kupfer ummantelt ist. So wird die Kabine frei von jedem Eltrosmog gehalten. Allerdings hat ‚Skyra‘ auch höhere technische Anforderungen: Gekühlt wird das Gerät durch flüssiges Helium, das eine Temperatur von minus 269 Grad Celsius hat. Und es verbraucht viel Strom: eigens für dieses MRT wurde ein neues Starkstromkabel zur radiologischen Praxis gelegt.

Während der Bauarbeiten ging der normale Betrieb der Radiologie-Praxis weiter. Die MRT-Untersuchungen wurden seit der Deinstallation des früheren Gerätes bis zur Inbetriebnahme des neuen in einem Sattelschlepper vorgenommen, der vor der Praxis aufgestellt.

 

Stichwort:

Radiologische Praxis

Schon seit 1989 gibt es die ‚Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin‘ im Borromäus Hospital. Sechs Ärzte arbeiten hier zusammen mit weiteren 26 Praxismitarbeitern. Die Praxis ist Lehrstätte für die MTA-Schule Oldenburg (MTA=Medizinisch-Technische/r Assistent/in) und bildet auch selbst aus. Pro Jahr werden in der Praxis rund 30.000 Patientinnen und Patienten medizinisch betreut. Zu den angewendeten Diagnostikverfahren gehören neben der Computertomographie auch die Kernspintomographie, die Röntgendiagnostik, die Mammographie, Nuklearmedizin und Sonographie. An therapeutischen Maßnahmen sind möglich: CT-gesteuerte Wirbelsäulentherapie (bei Bandscheibenvorfällen und knöchernem Verschleiß), Orthovolt-Strahlentherapie (zum Beispiel bei Gelenkerkrankungen) sowie die Radiosynoviorthese (nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen).

 

Bis zur Inbetriebnahme des neuen MRT-Gerätes finden die Untersuchungen in einem eigens dafür angemieteten Sattelschlepper statt, das ebenfalls mit dem MRT neuester Bauart ausgestattet ist.

 

Millimeterarbeit: Von Hand wurde ‚Skyra’ auf seine endgültige Position im Keller der Radiologie-Praxis am Borromäus Hospital gezogen und fixiert.

 

Mit Hilfe eines Autokrans wurde das fünf Tonnen schwere MRT in die Baugrube gehoben.

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