Borromäus Hospital erneut als Lokales Traumazentrum (LTZ) zertifiziert

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie bescheinigt dem Borro eine qualitativ hochwertige Akutversorgung von Schwerverletzten.

Nahmen das Zertifikat entgegen: Peter Ochmann (Oberarzt Chefarzt Unfall- und Wiederherstellungschirurgie) und Dr. Benjamin Meyknecht (Chefarzt Unfall- und Wiederherstellungschirurgie)

 

Wenn es um Leib und Leben geht zählt jede Sekunde, jeder Handgriff muss sitzen. Patientinnen und Patienten, welche schwerverletzt in die Notaufnahme kommen werden im Schockraum nach gut eingespielten Algorithmen behandelt. Hier arbeiten Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte aus mehreren Fachabteilungen Hand in Hand, so wird die optimale Versorgung in besonders kritischen Situationen gewährleistet.


Um diese Prozesse und die Qualität der Versorgung von Schwerverletzten Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern, unterzieht sich die Abteilung der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Borromäus Hospital regelmäßig einer Überprüfung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Im Rahmen dieser Prüfung wurde die Abteilung erneut als lokales Traumazentrum zertifiziert. Die Auditoren werfen unter anderem einen Blick auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Einhaltung leitliniengerechter Behandlungsalgorithmen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
„Die Zertifizierungsgesellschaft hat uns ein positives Zeugnis ausgestellt“, betont Dr. Benjamin Meyknecht, Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, „besonders hervorgehoben wurde, dass wir in den letzten drei Jahren unseren Qualitätsstandard nicht nur gehalten haben, sondern das Polytraumamanagement im Borro noch einmal deutlich weiterentwickelt haben.“


Das Borromäus Hospital ist seit 2008 Teil des Traumanetzwerks Oldenburg/Ostfriesland. Dieses erstreckt sich von Leer über Papenburg bis nach Delmenhorst. In diesem Netzwerk wird gemeinsam für eine bestmögliche Schwerverletztenversorgung gearbeitet. Die lokalen Traumazentren übernehmen die Basisversorgung, die regionalen Traumazentren werden bei größeren Verletzungen angefahren und Schwertverletzte werden in den unfallchirurgischen Maximalversorgern und Universitätskliniken behandelt. Zusätzlich zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Haus und zwischen den Kliniken im Traumanetzwerk, spielt auch die Kooperation mit den Rettungsdiensten eine zentrale Rolle: „Wir befragen die Rettungsdienste beispielsweise immer wieder danach, wie sie die Anfahrt und Versorgung im Borro erleben und werten die Befragungen aus. Außerdem nehmen die Rettungsdienste auch an unseren Qualitätszirkeln teil“, erläutert Dr. Meyknecht.


Von besonderer Relevanz für die Zertifizierung als Traumazentrum sind auch die Abläufe im Schockraum – hier wird nach leitliniengerechten Algorithmen gearbeitet. Durch Markierungen am Boden werden sowohl dem Pflegepersonal, als auch den Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtungen klare Positionen zugewiesen. Medikamente und Instrumente liegen immer am selben Platz und sind sofort griffbereit. Dadurch kann sich das Behandlungsteam voll auf die Patientenversorgung konzentrieren.


Zudem ist Chefarzt Dr. Benjamin Meyknecht von den Berufsgenossenschaften als Durchgangsarzt zugelassen und darf zusammen mit seinen Mitarbeitenden nach Arbeitsunfällen berufsgenossenschaftlich (BG) versicherten Patienten (Arbeits- und Schulunfälle) fachärztlich behandeln.

Zertifiziert

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