Mehr Platz und neue Röntgengeräte für bessere Versorgung von Notfällen

Das Borromäus Hospital Leer investiert in die Röntgenabteilung

Seit September 2015 laufen die Umbaumaßnahmen in der Röntgenabteilung im Borromäus Hospital Leer. Um 130 Quadratmeter ist der Bereich, verteilt auf zwei Stockwerke, in Richtung Kirchstraße erweitert worden. Weitere 200 Quadratmeter der bereits bestehenden Fläche wurden beziehungsweise werden noch bis Ende August 2016 modernisiert. Die Kosten für den Umbau betragen 900.000 Euro. „Wir haben unseren Bereich Röntgen komplett neu aufgestellt - räumlich, mit dem Anbau direkt an die Zentrale Notfallaufnahme, und technisch, mit drei neuen Röntgengeräten mit einem Gesamtwert von 950.000 Euro“, erläutert Krankenhaus-Geschäftsführer Dieter Brünink.

Der Computertomograph, der jetzt direkt neben der Notaufnahme steht, bringt für alle Beteiligten Vorteile. Darin sind sich (von links) Dr. Gerhardt Hauptmann,  Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin Leer, Dr. Rudolf Teiser, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungs-chirurgie, Tobias Fiedelak, Technischer Leiter, Borro-Geschäftsführer Dieter Brünink und Dirk Gertken, Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin, einig.„Mit dem Umbau und dem Einsatz der neuen Geräte konnten wir die Qualität der Notfallversorgung im Borromäus Hospital merklich erhöhen. Die Notfallbehandlung wurde zentralisiert und damit verbessert. So wurden der Computertomograph (CT) sowie die neuen Multifunktions­geräte direkt neben unsere Zentrale Notaufnahme (ZNA) verlegt. Das heißt, schwerstverletzte Patienten, deren Verletzungen schnell und schonend untersucht werden müssen, können nach der Erstversorgung im Schockraum der ZNA direkt und abgeschirmt von Krankenhausbesuchern in die Nebenräume gebracht und dort geröntgt werden. Es ist kein langer Transport durch die Krankenhausflure oder eine Fahrt mit Aufzügen nötig“, erklärt Dr. Rudolf Teiser, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Borromäus Hospital, die neugewonnenen Vorteile. Er fügt hinzu: „Damit sind nicht nur die Wege für den Patienten kürzer und schneller geworden, sondern auch für die Ärzte, die nur wenige Schritte von der Notfallaufnahme zum Röntgen­bereich gehen müssen, um mit den zuständigen Radiologen den Befund zu besprechen.“ Die unmittelbare Nähe des CT-Geräts zum Schockraum der Notfallaufnahme ist eine Voraussetzung für die Behandlung von Arbeitsunfällen, so genannten BG-Fällen. So ist das Borromäus Hospital unter anderem für das Schwerstverletzungsartenverfahren Hand (SAV Hand) von der Deutschen Gesetzlichen Unfall­versicherung zugelassen. Darüber hinaus ist das Krankenhaus als lokales Traumzentrum zertifiziert und dem Traumanetzwerk Oldenburg-Ostfriesland angeschlossen. Das heißt, im Borromäus Hospital werden Schwerstverletzte rund um die Uhr und nach hohen standardisierten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie versorgt.

Bereits seit über 20 Jahren arbeitet die Klinik mit der Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin in Leer zusammen, die die Röntgen-Untersuchungen für das Krankenhaus übernimmt - an sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag. So freuen sich auch die beiden Fachärzte für Radiologie Dirk Gertken und Dr. Gerhardt Hauptmann über die Neuerungen. „Mit den neuen Geräten und dem CT direkt neben der Notaufnahme bieten wir den Patienten eine schnelle und schonende Untersuchung an. So können wir mit Hilfe des CTs in weniger als einer Minute einen Ganzkörperscan durchführen und damit Hals-Wirbel-Frakturen, Schädel-, Becken- oder Brustkorbverletzungen mittels dreidimensionaler Datensätze ausschließen oder bestätigen“, so Gertken. Sein Kollege Dr. Hauptmann ergänzt: „In den vergangenen Jahren hat im Röntgenbereich eine große Entwicklung stattgefunden. Die Untersuchungs­geschwindig­keit hat sich erhöht, die Strahlenbelastungen konnte verringert werden und die Bilder sind hoch­auflösender und eindeutiger als früher.“

Ende August 2016 sollen alle Umbau- und Renovierungs­arbeiten im Röntgenbereich, von denen auch die Urologie und Interne Diagnostik profitieren, laut dem Technischen Leiter des Borromäus Hospitals, Tobias Fiedelak, abgeschlossen sein. „Bei so großen Baumaßnahmen ist es eine Herausforderung, die Einschränkungen für die Mitarbeiter und Patienten so gering wie möglich zu halten. Doch dank der guten Arbeit der Techniker und des hohen Maßes an Verständnis der Betroffenen sind die Bauarbeiten wie geplant vorangegangen und der Zeitrahmen konnte eingehalten werden“, zeigt sich Fiedelak zufrieden.

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